Oberflächen zunächst mit mittleren Korn anschleifen und entstauben.
Für einen optisch gleichmäßigen Auftrag müssen alte Lackreste und Patina zuvor entfernt werden.

Leinos Öl Anwendungs Seminar | Öl-Info, Anwendung, Pflege, Ihre Fragen!

Unser Seminarangebot:

   Was sind Natur Öle?
   Anwendungs Empfehlungen
   Pflege
   Ihre Fragen

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1.) Beachten Sie bitte die empfohlenen Verbrauchsangaben.
i.d.R. 60- 80 ml /qm
Die Verbrauchsmengen können nach Material, Oberfläche und Schliff stark differenzieren.
Wichtig für Imprägnierungen (Grundieröl, Hartöl, Hartöl-farbig) ist:
 - genügend Öl ins System zu bringen
   (deshalb "nass-in-nass" und die Farbe jeweils gut verstreichen)
 - das Öl darf nicht filmbildend auftrocknen
   (deshalb nicht aufgesogenes Öl nach 15 -20 Min mit einem nicht
   fusselnden Lappen  aufnehmen)

Die benötigten Mengen beziehen sich auf den ersten Auftrag bei normalen Oberflächen. Die Verarbeitungstemperatur sollte 15 C unterschreiten. Die Werkzeuge bei öligen Produkten reinigen Sie bitte mit LEINOS 200 Verdünnung, bzw. bei wässrigen Produkten mit 930 Pflanzenseife und Wasser.

2.) Achten Sie bei der Trocknung für genügend frische Luft.
Alle Systeme trocknen oxidativ, d.h. durch Reaktion mit Sauerstoff. Vorteilhaft ist immer Luftbewegung, Unter Umständen Ventilator aufstellen. Bei zuwenig Luftzufuhr kann der Untergrund nicht trocknen und es kommt zum "Kleben" oder zur "Geruchsbildung" auf Grund von Trocknungsstörungen.
Die Verarbeitungstemperatur sollte mehr als 15 C betragen. Achten Sie in der kalten Jahreszeit also sowohl auf genügend Wärme als auch auf genügend Frischluft.

3.) Sorgen Sie für ausreichende Grundierung im Untergrund.
Vor einer Weiterbehandlung muss immer, wie oben beschrieben, ausreichend grundiert und die Erstbehandlung gut durchgetrocknet sein. 
Mangelhafter Untergrund zieht das Bindemittel in die Tiefe. Ein Film ohne Bindemittel kann kein Schutz vor Abrieb und Wasser bieten.

Übrigens: nach der Behandlung benötigt das System eine Ruhephase zum Abbinden. Planen Sie also auch nach der Trocknung noch genügend Zeit zum Abbinden ein.

 

 

Sicherheit:
Bei trocknenden Ölen besteht unter Sauerstoffausschluss die Gefahr der Selbstentzündung. Deshalb Lappen, mit denen Öle, Lacke oder Wachse aufgenommen wurden in Wasser tränken oder unter Aufsicht Lappen ausgebreitet austrocknen lassen. Leinos Produkte sind ohne toxische Inhaltsstoffe und können i.d.R. ausgetrocknet im Hausmüll entsorgt werden

 

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Nass-in-nass Auftrag    

 Grundsätzlich alle Flächen zunächst reinigen, (nicht zu fein) schleifen und entstauben.
 "Nass-in-nass"  wird insbesondere bei Grundierungen empfohlen:
 Grundieröl innen 220
 Holzgrund außen 150
 Teak-Öl außen  223,
 Terrassenholzöll außen  236
 Hartöl innen  240
 Hartöl-farbig innen 240
 Hartöl-hell Profi innen 241 


Top geschützt mit Leinos Naturfarben

1.)  Die Grundierung satt mit Flächenstreicher auftragen, kann aber auch durch tauchen oder spritzen verarbeitet werden.
  
2.)  Nach bereits  5- 15 Minuten  auf die trockenen Stellen (an denen das Öl eingezogen ist)  erneut Öl aufgetragen ! 
             
3.)  Nach weiteren 15- 20 Minuten den nicht-eingezogenen Überstand (den filmbildenen- glänzenden Überstand) ganzflächig verteilen; zuviel Öl mit einem nicht - fusselnden Lappen aufnehmen (keine Papiertücher verwenden, wir empfehlen "Öl-Saugtücher aus Recycling-Stoff").

Das Öl darf nicht glänzend auftrocknen, da ansonsten die Gefahr des Nachklebens besteht! 
(Zuwenig Öl bietet kaum Schutz gegen Kratzer und Wasser.)

Für gute Sauerstoffzufuhr sorgen, da alle Öle oxidativ, d.h. durch Reaktion mit Sauerstoff trocknen. Am Besten: Querlüften!  Ggfs. zusätzlich Ventilator aufstellen.               

Zur erneuten Behandlung können Sie das nicht-getrocknete Öl betreten.
Nach ca. 18- 24 Stunden ist das Öl matt aufgetrocknet.
Für besonders strapazierfähige Oberflächen eventuell leicht zwischen schleifen, um die aufgerichteten Holzhäärchen abzubrechen, und einmal "dünn" (evtl. nur mit Lappen) nachbehandeln.

 

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(Nur zur Info, alle Angaben zunächst an unauffälliger Stelle versuchen.
 Rechtsgültige Aussagen entnehmen Sie ausschließlich den werkseigenen Technischen Merkblättern)

 

Kratzer und Flecken

Kratzer und Flecken ist sicherlich das schwierigste Thema. Und es gibt mehr gute Ratschläge als einem lieb ist.
Ohne eigene Vorversuche geht hier gar nichts.

Je nach Holzart, Behandlung der Oberfläche und Art der Flecken können verschiedene Methoden zum Erfolgt führen.

Eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen ist die Pflege mit Art. 930 Pflanzenseife und ggfs. Art. 920 Bodenmilch. Grundsätzlich sollten gefährdete Flächen wie Küchenarbeitsplatten, Tische, Eingangsbereiche ca. alle 6 -12 Monate leicht mit Arbeitsplattenöl nachgeölt werden (je nach Gebrauch mehr oder weniger).

Hartöl
Oberfläche reinigen und Kratzer mit 80er Schmirgelpapier in Maserrichtung schleifen, danach mit 120er Papier zwischenschleifen und mit 220er feinschleifen. Holzmehl mit Lappen aufnehmen danach mit 320er Papier endschleifen. Das Öl dünn auftragen und in Maserrichtung gut einpolieren.
Nach max 15-20 Minuten eventuellen Überstand mit Stofftuch aufnehmen.

Flüssigwachs
Wer ohne Schleifaktion eine weniger anspruchsvolle Variante sucht, kann das Werkstück auch mit Flüssigwachs einreiben und auspolieren. Die Wachsschicht kaschiert leicht die Kratzer und verleiht einen neuen leichten Oberflächenschutz.

Möbelpolitur
Wird lediglich eine Auffrischung mit leichter Reinigung gewünscht, ist Art 910 Möbelpolitur die einfachste und schnellste Methode.

Pflegeöl
Stehen Verschmutzungen, Flecken und Patina, im Vordergrund, vorzugsweise "Pflegeöl" (reinigende Wirkung) mit grünem Pad sehr gut einmassieren. Entstehender schmutziger Überstand aufnehmen. Leicht nachölen und mit Stofftuch Überstand aufnehmen.

Arbeitsplattenöl
Lebensmittelgeeignet. Pflegemittel und Refresher für geölte Flächen ist das Arbeitsplattenöl. Lediglich mit Ballentuch dünn auftragen. Wirkt feuchtigkeitsabweisend (Schutz gegen Wasser, Rotwein etc.) und antistatisch. Fleckbeständig gegen übliche Haushaltsreiniger.

Das Nachölen kann auch mit Art. 245 Hartöl-Spezial (strapazierfähig und abriebfest). 

 

 

Link eingesetzte Rohstoffe und Beschreibung.

Link Technische Merkblätter

 

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(Nur zur Info, alle Angaben zunächst an unauffälliger Stelle versuchen.
 Rechtsgültige Aussagen entnehmen Sie ausschließlich den werkseigenen Technischen Merkblättern)

 

Fehlerbehandlung:


Fehler entstehen durch mangelhafte Trocknung, i.d.R. verursacht durch fehlenden Sauerstoff (Innenteile von Schränken, geschlossene Fenster) bzw. durch "zuwenig" oder "zuviel" Ölauftrag. Weitere Gründe können sein: zu geringe Verarbeitungstemperatur, ungleiche Oberflächen, zu rauer Schliff bzw. häufig zu feiner Schliff, mangelnde Grundierung, mangelnde Trocknung.


"Vergrauung" und stark Wasser-/ Schmutzziehende Flächen sind ein Zeichen für zuwenig Öl.
Oder aber Sie verwenden falsche Reinigungsmittel wie Neutralseife, Schmierseife, Haushaltsreiniger und/oder Microfaser.
Deshalb, wir empfehlen ausschließlich unsere Pflanzenseife plus Bodenmilch.

>ZUWENIG, d.h. matte, wasserziehende Oberflächen, Vergrauung
 zunächst reinigen und schleifen. Danach mit Hartöl oder Holzöl neu "nass-in-nass" ölen und nach ca 15 Minuten den Überstand abnehmen!! Für Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.

>Mangelnde Abriebfestigkeit, "Orangenhaut", Vergrauung.
Bei zu geringer Grundierung saugt das Bindemittel der Endbeschichtung zu stark in den Untergrund; einige Harze, Pigmente und Wachse bleiben damit ungebunden in der Oberfläche. Solche Flächen sind weder Wasser- noch Abriebfest, sie vergrauen und sind schmutzanfällig. Auch hier mit Pflanzenseife reinigen, mit Wasser neutralisieren, leicht anschleifen und danach mit Hartöl "nass-in-nass" nacharbeiten - unbedingt nach ca 15 Min den Überstand abnehmen!!
Nach Durchtrocknung ggfs. dünn mit Hartöl-Spezial schlussbehandeln. (Unter Umständen reicht die alleinige Nacharbeitung mit Hartöl; wichtig ist es, Öl in den Untergrund zu bringen). Für Frischluft sorgen.

>ZUVIEL, d.h. mangelnde Trocknung, glänzende oder klebende
Oberflächen

- stellenweise nur schwach glänzende Oberflächen unter Umständen nur einmal mit Pflegeöl erneut dünn mit einem Lappen auftragen, direkt mit einem Pad intensiv in allen Richtungen sehr gut einmassieren. Im Anschluss mit Stofftuch, Ölsaugtuch oder Filzpad die Oberfläche restlos trocken reiben.
Der Untergrund wird erneut angelöst und zum Trocknen angeregt. Für Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.
Wichtig ist das polieren längere Zeit mit einer Poliermaschine, also nicht einmal drüber,  sondern gut in allen Richtungen einmassieren.

>ZUVIEL, d.h. scheckige, ungleichmäßige Oberflächen
Insbesondere gegen das Licht geschaut, findet man scheckige, ungleichmäßig aufgesaugte Oberflächen. Ursache sind ungleichmäßiger Auftrag, ungleichmäßiges Saugverhalten, kein Überstand abgenommen. Der Fehler liegt im Erstauftrag. Ohne Zwischentrocknung naß-in-naß arbeiten: oelen und sehr gut in allen Richtungen das Oel ausstreichen, direkt Überstand abnehmen, erneut dünn oelen und nach Möglichkeit mit Poliermaschine (weißes Pad) längere Zeit gut aufpolieren. Der Untergrund wird erneut angelöst und zum Trocknen angeregt. Für Frischluft sorgen! Unter Umständen Ventilator aufstellen.
ALTERNATIV hat sich auch die Oelwäsche bewährt.
1.)) Pflegeöl auftragen und mit Schleifgitter 120er gut aufpolieren (besser Schleifgitter als ein schwarzes Pad verwenden)
2.)) Überstand mit einem Ölsaugtuch (aus recycelten Stoff) abnehmen
3.)) und nach 20 -30 Min erneut Pflegeöl auftragen und mit weißem Pad aufpolieren.

> Acryl Spachtelmasse bei Holz
Acryl Spachtelmasse und Nachbehandlung mit Öl kann schnell zu Unverträglichkeiten führen. Achten Sie auf die richtige Spachtelmasse.

 

> Öle trocknen oxidativ, d.h. durch Reaktion mit Sauerstoff!
   Deshalb immer für reichlich Frischluft sorgen! Ggfs. Ventilator zusätzlich aufstellen.

TROCKNUNG IST EXTREM ABHÄNGIG VOM SAUERSTOFF-GEHALT UND DEN TEMPERATUREN
Das "Anziehen" der Imprägnierung dauert i.d.R. innerhalb eines Gebäudes bei 20 C ca 15 -20 Minuten:
Außen gestrichen bei 25 -30 C kann die Trockenzeit bereits auf 5-10 Minuten reduziert sein, umgekehrt bei niedrigem Sauerstoffgehalt (geschlossene Räume) und niedrigen Temperaturen extrem lange andauern.
Eine Behandlung mit Pad entwickelt Wärme und führt zur schnelleren Trocknung.
INNERHALB DIESER TROCKNUNGSZEIT muss bei Hartöl, Grundieröl, Objektöl und Hartwachsöl der Überstand nach jeden Arbeitsgang mit einem Lappen das nicht aufgesogene Oel abgenommen werden.

 

> Geruchsentwicklung nach dem Ölen
Geruchsentwicklungen können nur aus dem Untergrund kommen (Altanstrich, Bindemittel) oder bei Trocknungsstörungen. Deshalb ist der vorherige Absatz wichtig. Sorgen Sie immer für genügend Frischluft während der Trocknung. Bei Trocknungsstörungen führt folgende Methode i.d.R. zum Erfolg. Anschleifen und mit Pflegeöl behandeln, sehr gut mit grünem Pad einarbeiten um die Trocknung anzuregen. Überstand abnehmen und bei sehr guter Belüftung (ggfs. Ventilator) trocknen lassen.

Alternativ empfehlen wir statt Leinölhaltige Produkte (z.B. Hartöl Imprägnierung) lieber ein Öl auf Saflorbasis (z.B. Hartöl-hell) oder auf Sonnenblumenbasis (Steinöl) zu verwenden. Leinöl hat einen typischen tendenziell Eigengeruch, der vereinzelt als unangenehm empfunden wird. Safloröl und Sonnenblumenöl sind ist nahezu geruchslos! und deshalb immer eine Alternative.

 

PROFI- ÖLE    Hartwachsöl
Profi - Öle verhalten sich anders im Auftragen als die bekannten Ölimprägnierungen (Grundieröl, Hartöl, Holzöl, Teaköl). Deshalb beachten Sie hier unbedingt zuvor die Technischen Merkblätter. Die Profi - Öle nur dünn auftragen, z.B. mit einer Mohairrolle (keine Schaumstoffrolle!),  den Überstand gleichmäßig abnehmen, sonst besteht die Gefahr der "Schlieren"- Bildung.  Hartwachsöl bzw. Objektöl neigen weniger zum Kleben, d.h. ein nur sehr dünner Überstand trocknet auf.  Bei Schlieren oder ungleichmäßigen Auftrag ggfs. neu auftragen und mit grünem Pad einarbeiten und mit weißem Pad aufpolieren.

Es empfiehlt sich die maschinelle Verarbeitung, Dünn auftragen mit  Rolle, nach max. 15 Min. Überstand aufnehmen und mit grünem Pad einmassieren. Nach 16 Std. erneut dünn auftragen und direkt mit weißem Pad polieren.

Hartwachsöl zieht schnell an, d.h. es wird eine schnelle Abfolge der Arbeiten empfohlen.

Bei der manuellen Verarbeitung sparsam mit Rolle auftragen und anschließend länger und sehr gut mit Rolle vertreiben. Ebenfalls gut trocknen lassen und nach ca. 16 Std. erneut dünn auftragen und mit Rolle gut und gleichmäßig ausrollen.

 

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(Nur zur Info, alle Angaben zunächst an unauffälliger Stelle versuchen.
 Rechtsgültige Aussagen entnehmen Sie ausschließlich den werkseigenen Technischen Merkblättern)

 

Behandlung Korkparkett

Parkett, Öl und Kleber mindestens 24 Stunden im Raum akklimatisieren. Bitte lesen Sie die aufgedruckte Verlegeanleitung und die werkseigenen Technischen Merkblätter. Die Korkplatten mit der fein geschliffenen Seite nach oben ins Klebebett eindrücken und die Ränder erneut nachdrücken. Verwenden Sie zum Verkleben auf abgespachtelten Böden einen B2-Zahnspachtel (350g/qm), nur bei sehr saugfähigen Untergründen einen B3-Zahnspachtel (400g/qm). Bei zuviel Kleber neigt der Kork zum schüsseln (hochstehende Ränder). Beschweren Sie direkt nach der Verklebung die Ränder, bis der Kleber angezogen hat.

Kork hat ein völlig anderes Saugverhalten und ist sehr unterschiedlich. Erstauftrag SATT aber nicht speckig mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen und in allen Richtungen sehr gut ausstreichen. Ausnahmsweise beim ersten Auftrag kein Überstand aufnehmen. Nach 16-24 Stunden Trocknung erneut Öl auftragen und nach 15-20 Minuten den Überstand aufnehmen. Nach 16-24 Stunden Trocknung sehr fein schleifen und danach erneut Öl DÜNN mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen und mit weißem PAD einarbeiten (ersatzweise in allen Richtungen gut ausstreichen und Überstand aufnehmen).
Unbedingt Fenster öffnen und querlüften.Öle trocknen oxidativ durch Reaktion mit frischem Sauerstoff.
Bei zuviel Öl wird die Oberfläche speckig/ glänzend und neigt im schlimmsten Fall zum "kleben". Bei manueller Verarbeitung nehmen Sie etwas Hartöl (bzw. Finish Hartöl-Spezial/ Hartwachsöl) und schleifen Sie dieses mit einem Nassschleifpapier ca 280-320er Körnung ein. Dadurch wird die speckige Oberfäche angegriffen und die rauen Flächen werden geglättet. Immer zunächst an unauffälliger Stelle einen Vorversuch durchführen. Wie immer: Fenster öffnen und querlüften.

 

Behandlung Estrichboden

Estrich ist sehr unterschiedlich im Saugverhalten. Zuerst den Estrichboden schleifen und entstauben. Erstauftrag mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen (naß-in-naß) und in allen Richtungen gut ausstreichen.  Nach 12-18 Stunden Trocknung erneut Öl DÜNN mit Rolle oder Flächenstreicher auftragen und mit weißem PAD einarbeiten (ersatzweise in allen Richtungen gut ausstreichen und Überstand aufnehmen). Für Estrichböden hat sich das Hartwachsöl bewährt.

Neu im Leinos Programm ist das Stein- und Betonöl auf Sonnenblumenöl-Basis. Speziell entwickelt für Steinzeug aller Art, Beton, Terracotta, Zementfugen etc.

Für die deckende Behandlung von Estrich und Betonböden gibt es neu die Estrichfarbe. Speziell auch für Kellertreppen und Garagenböden. In drei Farbtönen.

Estrich saugt unterschiedlich stark das Öl auf. Deshalb zunächst einmal etwas satter, aber nicht speckig! auftragen. Wiederholungsanstrich nach 15-20 Minuten und den Überstand vollflächig aufnehmen. Jeweils 12-18 Stunden zwischentrocknen lassen. Im Einzelfall ist immer ein Probeanstrich notwendig.
Insbesondere Andrehydestrich ist ein hoch alkalischer Zementestrich mit extremen pH-Wert. Die Sinterschicht (Verdunstungswasser) verseift mit der Ölschicht. Es bilden sich Schlieren und Haftungsprobleme.
Estrich muß ausnahmslos sehr gut ausgetrocknet sein (8-10 Wochen). Estrich immer zuerst schleifen, um Sinterreste zu entfernen. Es empfiehlt sich die Oberfläche zunächst mit einer mineralischen Spachtelmasse zu spachteln.

 

ÖLWÄSCHE   für die großflächige Reinigung und Pflege

Für Aufarbeitung und Pflege bei Fußböden empfehlen wir das Pflegeöl.

Pflegeöl in Verbindung mit einer Poliermaschine und einem Pad löst den Schmutz im Untergrund und baut eine neue, strapazierfähige Oberfläche auf.

Pflegeöl ist sowohl reinigend als auch vorbeugend geeignet. Weitere Info auf den folgenden Seiten unter "Pflegeöl-Ölwäsche"

Als Alternative für helle und weiß-geölte Hölzer gibt es auch Pflegeöl in weiß.

 

Einpflege werkseitig geölter Böden

Für Einpflege werkseitig geölter Böden hat sich das Pflegeöl bewährt. Nur dünn auftragen und am Besten im der Poliermaschine einarbeiten.

 

Gelaugte Böden und Möbel

Gelaugte Oberflächen werden i.d.R. lediglich mit "Holzbodenseife" gereinigt und gepflegt. Sollte, aus welchen Gründen auch immer, die Oberfläche geölt werden, ist Vorsicht geboten. Auf Grund der Patina durch die Holzbodenseife und da es unterschiedliche Laugen und Holzarten gibt, ist eine klare Vorgehensweise nicht möglich. Es bleibt nur ein vorsichtiger Versuch an unauffälliger Stelle. In der Regel ist die Lauge unterschiedlich stark ins Holz eingedrungen und bewirkt somit für eine nachfolgende Behandlung ein scheckiges Bild. Am ehesten funkioniert noch ein wiederholt dünn aufgetragenes Hartöl (Überstand aufwischen) oder besser ein kaschierendes, farbiges Hartwachsöl. Sollte deckend lackiert werden, immer zunächst eine Vorstreichfarbe und im Anschluss einen Decklack verwenden.

 

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 (Nur zur Info, alle Angaben zunächst an unauffälliger Stelle versuchen.
 Rechtsgültige Aussagen entnehmen Sie ausschließlich den werkseigenen Technischen Merkblättern)

 

Folgeschäden - Ursachen und Behandlung

> Spak, Stockflecken, schwarze Stippen
Ursache ist eindringende Feuchtigkeit. Ursache beheben, (z.B. undichtes Dach, Leitungsrohr etc abdichten) evt. mit Alkohol Sporen bekämpfen. Holz abtrocknen lassen, schleifen und neu mit Holzgrund oder Naturöl außen behandeln.

> Flecken
Einfache oberflächige Flecken: Leinos 930 Pflanzenseife stark konzentriert (1:5) anwenden (evtl. kurz einwirken lassen) Geben Sie die Seife direkt auf ein Scheuerschwämmchen und reinigen Sie in Maserrichtung zum Flecken. Mit klarem Wasser mehrfach nachspülen und zuletzt trocken reiben (siehe unten).

> Kratzer
Leichte oberflächige Kratzer: Leinos 245 Spezial einreiben und mit Scheuerschwämmchen oder feinem Nassschleifpapier nass in Richtung der Holzmaserung einschleifen. (Den entstehenden schmutzigen Überstand mit Lappen aufnehmen) Für matt geölte Oberflächen kann 240 Hartöl verwendet werden (siehe unten).

> Vergrauung
Vergrauung entsteht durch zuwenig Öl. Entweder ist das Öl auf Grund geringer Grundierung in den Untergrund gewandert, oder durch falsche Reinigungsmittel abgenutzt worden. Oberfläche mit Leinos 930 reinigen, mit Wasser neutralisieren und trocken reiben. Anschleifen und mit Leinos 245 Spezial nachbehandeln. Sehr matte, ausgetrocknete Untergründe mit gröberem Papier anschleifen und zunächst mit Leinos 240 Hartöl "nass-in-nass" grundieren.

> Ungleicher Glanzgrad
Manche Untergründe saugen das Öl unterschiedlich stark auf oder (insbesondere Buche) saugt gerne nach einer Ruhephase erneut Öl aus der Oberfläche nach. Gfs. kurz fein anschleifen und mit 245 Hartöl Spezial dünn nachbehandeln und gut ausstreichen.

> Schlierenbildung
Grundieröl, Hartöl und Holzöl können bei ungünstigen Untergründen bei Blickrichtung gegen das Licht "Schlieren" bilden.
Oberfläche neu anschleifen und satt mit Ölimprägnierung "nass-in-nass" behandeln, nach 20 Min. Überstand vollständig abnehmen.
Alternativ ist auch die Variante, nach dem anschleifen Objektöl
auftragen und mit grünem Pad einarbeiten und mit weißem Pad aufpolieren,
Beachten Sie, die Schlieren befinden sich im Untergrund, deshalb verstärken alle weiteren Aufträge die Schlierenoptik, wenn nicht das Hauptaugenmerk auf den Untergrund gelegt wird.

> Wachsflächen
Leinos 340 Flüssigwachs einreiben und nach 4- 12 Std. kräftig auspolieren

> Wachslasuren
Leinos 600 Wachslasuren lassen sich besonders leicht und angenehm verarbeiten. Die wasserverdünnbare, lösemittelfreie Wachsemulsion läßt sich leicht mit gutem Pinsel auftragen, ggfs. mit breitem Pinsel Paneele in Maserrichtung trocken nachstreichen. -- Nach Durchtrocknung kann die Wachslasur nach Belieben entweder aufpoliert werden oder ohne Polieren mit Hartöl-Spezial schlussbehandelt werden.

> Korkparkett
Korkparkett hat eine sehr große und unterschiedliche Saugfähigkeit. Eine empfohlene Behandlung ist der dreifache Auftrag mit 240 Hartöl. 1ster Auftrag satt, aber nicht speckig ohne den Überstand aufzunehmen. Nach dem 2ten Auftrag nach 15-20 Minuten den Überstand vollflächig aufnehmen.  Jeweils ca. 12 -18 Stunden zwischentrocknen lassen. Feinschliff. 3ter Auftrag anschließend mit weißem Pad einarbeiten (bzw. sehr gut ausstreichen und Überstand aufnehmen).  Kork gibt es in verschiedenen Oberflächen, Bindemittel, als massive Ware oder Furnier, im Einzelfall ist immer ein Probeanstrich notwendig.
Hochstehende Korkränder oder schüsseln wird durch zuviel an Kleber verursacht. Beschweren Sie die Ränder direkt nach der Verkebung, bis der Kleber angezogen hat.
Speckige/ glänzende Oberflächen bis hin um "kleben" wird durch ein zuviel an Öl verursacht. Eventuell wurde auch die Ober- und Unterseite von einzelnen Korkplatten vertauscht. Nehmen Sie etwas Öl (oder Finisch: Hartöl-Spezial, Hartwachsöl) und schleifen Sie das Öl mit einem 280er/320er Nassschleifpapier ein.

> Estrichboden
Grundsätzlich kann Estrich mit Art. 290 Hartwachsöl oder Art. 240 Hartöl geölt werden und nach Durchtrocknung nachbehandelt werden. Für die Grundierung und Nachbehandlung hat sich das Hartwachsöl gut bewährt. Estrich saugt unterschiedlich stark das Öl auf. Deshalb einmal etwas satter, aber nicht speckig! auftragen. Wiederholungsanstrich nach 15-20 Minuten und den Überstand vollflächig aufnehmen. Jeweils 12-18 Stunden zwischentrocknen lassen.
Im Einzelfall ist immer ein Probeanstrich notwendig. Insbesondere Andrehydestrich ist ein hoch alkalischer Zementestrich mit extremen pH-Wert. Die Sinterschicht (Verdunstungswasser) verseift mit der Ölschicht. Es bilden sich Schlieren und Haftungsprobleme.
Estrich muß ausnahmslos sehr gut ausgetrocknet sein (8-10 Wochen). Estrich immer zuerst schleifen, um Sinterreste zu entfernen. Es empfiehlt sich die Oberfläche zunächst mit einer mineralischen Spachtelmasse zu spachteln.

 


 

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 (Nur zur Info, alle Angaben zunächst an unauffälliger Stelle versuchen.
 Rechtsgültige Aussagen entnehmen Sie ausschließlich den werkseigenen Technischen Merkblättern)

 

> Luftblasen beim Decklack
Auch Decklack reagiert gerne -wie alle anderen Systeme- mit dem Untergrund. Alle Flächen sollten deshalb gut geschliffen werden, grobe Verletzungen müssen gespachtelt werden, eine Vorstreichfarbe ist immer von Vorteil. Vorbehandlungen gut durchtrocknen lassen! Extrem stark saugende Untergründe vorweg mit Grundier behandeln und dann mit Vorstreichfarbe plus Decklack lackieren.

Wasserlösliche Lacke bleiben im Vergleich zum lösemittelhaltigem System nicht ganz so glatt in der Oberfläche und neigen eher zum verspröden (Rißbildung). Benutzen Sie Pinsel für "wasserlösliche" Systeme oder eine neue Schaumstoff-Rolle. Verdünnen Sie ggfs. den Lack mit etwas Wasser. Sehr schnell trocknend.

Lösemittelhaltige Lacke lassen sich in der Regel leichter und vor allem gleichmäßiger verarbeiten. Sparen Sie nicht an guten Werkzeugen!
Benutzen Sie einen guten Pinsel oder eine Schaumstoff-Rolle. Verdünnen Sie ggfs. den Lack mit etwas Leinos-Verdünnung. Längere Offenstandzeit, d.h. planen Sie eine längere Trockenzeit ein.

Die Lack-Schaumstoffrolle muß sehr gut mit Farbe getränkt sein, abgerollt werden und dann gleichmäßig aufgerollt  werden. Leinos Lack hat eine wesentlich längere Offenstandzeit, Vorteil: bessere und leichtere Verarbeitung. Nachteil: längere Trocknungszeit.

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Alle Angaben sind nur informativ! Vor jeder Anwendung müssen Vorversuche durchgeführt werden. Rechtsgültige Angaben entnehmen Sie ausschließlich den werkseigenen Angaben.

Technische Merkblätter

 

Neue Pinsel:  vor Gebrauch Pinsel heiß auswaschen;
Haarige Pinsel:  über Schmirgelpapier ausstreifen.

 

Ein letzter Tipp: Naturmaterialien, egal ob Fußbodenverlegung, Holzbehandlung oder Wandanstriche verarbeitet man bei Tageslicht. Beleuchtung mit einer notdürftigen Glühbirne erschweren die Arbeiten und ... "gute Vorbereitung und gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit". 

Verwenden Sie zum Verarbeiten neue und richtige Pinsel.

 

 

 

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